Flachbettscanner mit guter Optik liefern bei 600 dpi für die meisten Papierabzüge überzeugende Ergebnisse, während feine Details kleiner Fotos mit 1200 dpi sichtbar werden. TIFF mit verlustfreier Kompression bewahrt Reserven für spätere Bearbeitung, JPEG eignet sich für Kopien. Vor dem Scan Staub mit Blasebalg entfernen, Glas reinigen, Bild plan ausrichten. Ein neutraler Weißabgleich und, wenn möglich, ein IT8-Kalibrierprofil helfen, Farben konsistent einzufangen. Wichtig: Einstellungen protokollieren, damit Sessions über Wochen vergleichbar bleiben.
Gebundene Alben, brüchige Seiten oder eingeklebte Fotos erfordern Fingerspitzengefühl. Nutzen Sie weiche Handschuhe, säurefreie Unterlagen und, falls vorhanden, eine Buchwiege, um Bindungen zu schonen. Statt Druck auszuüben, scannen Sie seitenweise und arbeiten mit sanfter Auflage. Notieren Sie Beilagen separat und halten Sie Reihenfolgen fest. Für stark strukturierte Dokumente kann ein kamera-basiertes Setup mit gleichmäßigem Licht und Polarisationsfiltern überlegen sein. So sichern Sie Lesbarkeit, minimieren Risiko und erhalten historische Spuren respektvoll.
Für Dias und Negative liefern dedizierte Filmscanner oder hochwertige Durchlichteinheiten die besten Ergebnisse. Zielen Sie auf 3000–4000 ppi und 16-Bit Farbtiefe, um Tonwerte sicher einzufangen. Digitale Staub- und Kratzkorrektur (ICE) kann helfen, doch bei Schwarzweißfilm mit Silberhalogeniden ist Vorsicht geboten. Rohdaten, wenn möglich, archivieren und erst Kopien bearbeiten. Achten Sie auf planliegende Filmstreifen, korrekte Maskierung und saubere Halter. Sorgfalt bei der Erfassung spart ungleich mehr Retusche in der Nachbearbeitung.